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  Energiepolitische Umfrage 2008


Christen und Energie 2008

Energiepolitische Umfrage unter Seelsorgern und Kirchgemeinden der Deutschschweiz 

Die Arbeitsgruppe Christen + Energie (ACE) führte im Sommer 2008 erstmals eine Umfrage unter Deutschschweizer Seelsorgern und Kirchgemeinden zu verschiedenen energiepolitischen Themen durch. Die Resultate der Befragung zeigen ein Stimmungsbild der Mitglieder der deutschschweizerischen Kirchen zur Energiepolitik. Nachfolgend sind die wichtigsten Ergebnisse kurz zusammengefasst:

3917 katholische und evangelische Seelsorger sowie Kirchgemeinden aus allen Deutschschweizer Kantonen wurden angeschrieben. Insgesamt 801 Fragebogen wurden retourniert und in die Auswertung integriert. Dies entspricht einer Rücklaufquote von ziemlich genau 20%.

Mit 52% glaubt eine Mehrheit der befragten Kirchenvertreter, dass eine massvolle, friedliche Nutzung der Kernenergie ethisch verantwortbar ist. 44% halten die Stromproduktion durch Kernkraftwerke für unethisch.

Rund drei Viertel der Befragten glauben, dass eine Stromlücke droht, und geben damit zu verstehen, dass Handlungsbedarf besteht. 

Die Frage, ob die Kernenergie einen Beitrag zur Verminderung der CO2-Problematik leisten kann, wird von 55% bejaht. 

Eine Mehrheit von 54% ist überzeugt, dass radioaktive Abfälle in der Schweiz sicher gelagert werden können. 37% glauben, dass dies nicht möglich sei. Rund jeder zehnte Befragte hat dazu keine Meinung.

Bei der Wahl zwischen den verschiedenen Stromproduktionsformen entscheidet sich eine deutliche Mehrheit für die alternativen Energieformen. Die Kernenergie wird von 44% befürwortet. Die fossilen Produktionsformen werden mehrheitlich abgelehnt.

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass zur Schliessung der Versorgungslücke keine Investitionen in die Kernenergie notwendig sind. 42% würden hingegen solche Investitionen befürworten.

97% der Befragten halten die alternativen Energieformen für umweltfreundlich. Die Kernenergie wird hingegen von etwas mehr als der Hälfte als eher oder sehr umweltschädlich beurteilt. Strom aus Gaskraftwerken wird von zwei Dritteln als umweltschädlich eingeschätzt.

Bezüglich der Frage, ob die bestehenden Kernkraftwerke durch neue ersetzt werden sollen, gibt es keine Mehrheit. 49% sind dagegen, 47% dafür und 4% sind noch unentschlossen.

Zum Zeitpunkt der Befragung hätten bei einer Abstimmung 55% der Befragten den Bau eines Kernkraftwerkes abgelehnt, 37% hätten ein Ja in die Urne gelegt, 8% hatten sich noch nicht entschieden.

Der vollständige Bericht zur Umfrage steht Ihnen hier als Download zur Verfügung.