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Warum es eine baldige AKW-Volksabstimmung brauchtDie Schweiz befindet sich in einem energiepolitischen Grabenkrieg. Stein des Anstosses sind stets die Atomkraftwerke. Darüber spricht man zwar oft – und gleichwohl nie letztgültig, weil niemand das letzte Wort hat und haben kann. Die Frage stellt sich demnächst erneut, wenn die bisherigen AKW ersetzt werden sollen. Einzig eine Volksabstimmung, welche voraussichtlich über das fakultative Referendum zustande kommt, kann die Schweiz von diesem Konflikt erlösen. Den Kernsatz September 2009 finden Sie hier...
Bundesrat setzt Energieeffizienz-Massnahmen um
Der Bundesrat will den Stromverbrauch von Haushaltgeräten, Elektromotoren und elektronischen Geräten senken. An seiner Sitzung vom 24. Juni 2009 hat er eine entsprechende Revision der Energieverordnung verabschiedet. Demnach dürfen solche Geräte ab dem 1. Januar 2010 nur noch verkauft werden, wenn sie die festgelegten Effizienzanforderungen erfüllen. Insgesamt ergibt sich dadurch ab dem Jahr 2013 eine Stromeinsparung von 960 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Die Arbeitsgruppe Christen + Energie begrüsst diese Energiesparmassnahmen. Ein Faktenblatt des Bundesamts für Energie zur Revision der Energieverordnung finden Sie hier...
Die Naturreaktoren von Oklo (Afrika) - oder wie (un-)natürlich ist Kernenergie eigentlich?
Den Kernsatz Februar 2009 finden sie hier... Beitrag zur energiepolitischen Umfrage in "reformiert."
Energiezukunft/ Strom wird knapp, Öl heizt das Klima auf, und Kernkraftwerke haben spätestens seit Tschernobyl einen schlechten Ruf. Wo soll die Schweiz längerfristig ihre Energie hernehmen? Diese Frage ist auch in kirchlichen Kreisen umstritten, wie eine neue Umfrage zeigt. Braucht die Schweiz neue Kernkraftwerke? Im Angesicht von Klimawandel und sich abzeichnender Stromversorgungslücke wird diese Frage heute wieder offen und ernsthaft diskutiert. Anfang Dezember haben die Energieunternehmen Axpo und BKW beim Bund die Rahmenbewilligungsgesuche für den Ersatz der Kernkraftwerke Beznau und Mühleberg eingereicht. Wo stehen die Kirchen in dieser Frage? Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) und die römisch-katholische Nationalkommission Justitia et Pax fordern in ihren Stellungnahmen ein radikales Umdenken in Sachen Energiekonsum und plädieren für die 2000-Watt-Gesellschaft. Und auch die Arbeitsstelle Kirche und Umwelt (Oeku) – sie berät den Kirchenbund und die Bischofskonferenz in ökologischen Fragen – argumentiert, die Politik würde gescheiter endlich über griffige Massnahmen zur Energieeffizienz und zum Stromsparen nachdenken als über neue KKW. Realistisch? Nun hat sich mit der Arbeitsgruppe Christen und Energie (ACE) eine weitere kirchliche Gruppe zu Wort gemeldet – mit den Resultaten einer Umfrage, die sie im Sommer unter landes- und freikirchlichen Seelsorgern und Kirchgemeindegremien in der Deutschschweiz durchgeführt hat. Die ACE, der nebst Lokalpolitikern auch Nationalräte wie Pius Segmüller (CVP) und Walter Donzé (EVP) angehören, positioniert sich schon seit ihrer Gründung 1984 auf der Seite jener, welche die Nutzung der Kernenergie für ethisch verantwortbar halten. Sie hält Forderungen wie jene nach einer Halbierung des Energieverbrauchs angesichts des steigenden Verbrauchs für utopisch. Die Umfrage der ACE hat allerdings einen Schönheitsfehler: Sie ist, weil sich nur zwanzig Prozent der gut 4000 angeschriebenen Kirchenleute beteiligt haben, nicht repräsentativ, sondern lediglich «ein momentanes Stimmungsbild», wie auch ACE-Präsident Stefan Burkhard, reformierter Pfarrer in Wettingen AG, einräumt. Zudem wird die Erhebung höchst unterschiedlich gedeutet – je nach Position der Interpreten: Die ACE selbst weist vorab darauf hin, dass 52 Prozent der Befragten «eine massvolle, friedliche Nutzung der Kernenergie» für «ethisch verantwortbar» halten, dass rund drei Viertel der Kirchenleute glauben, «dass eine Stromlücke droht», und dass die Kernenergie in den Augen von 55 Prozent der Befragten «einen Beitrag zur Verminderung der CO2- Problematik leisten kann». Kurt Zaugg von der Oeku rückt andere Resultate der Umfrage in den Vordergrund: etwa dass 55 Prozent der Befragten den Bau eines Kernkraftwerks derzeit ablehnen, dass die Kernenergie von mehr als der Hälfte als umweltschädlich beurteilt wird und dass fast die Hälfte der Befragten (49%) dagegen sind, bestehende Kernkraftwerke durch neue zu ersetzen. Fazit: Die kirchlichen Positionen zur Kernenergie sind so vielfältig wie die Volkskirche selbst … Martin Lehmann © reformiert, Kirchenbote / Kanton Zürich, 31.12.08, Seite 3, www.reformiert.info Kernenergie ethisch zu verantworten
Eine Mehrheit der Seelsorger und Kirchgemeinden ist der Meinung, dass die friedliche Nutzung der Kernenergie ethisch verantwortbar sei. Dies geht aus einer von der „Arbeitsgruppe Christen + Energie“ durchgeführten Umfrage unter rund 4000 Vertretern der christlichen Glaubensgemeinschaft in der Deutschschweiz hervor. Eine Mehrheit ist zudem der Auffassung, dass radioaktive Abfälle in der Schweiz sicher gelagert werden können. Zürich, 3. Dezember 2008 – Die „Arbeitsgruppe Christen + Energie“ (ACE) führte im Sommer 2008 eine nicht repräsentative energiepolitische Umfrage unter Kirchenvertretern durch. Rund 4000 katholische und evangelische Seelsorger sowie Kirchgemeinden aus allen Deutschschweizer Kantonen wurden angeschrieben. Der Rücklauf betrug mit über 800 Antworten rund 20%. Christliche Ethik und Kernenergie kein Widerspruch Von zentraler Bedeutung war die Frage, ob die Kirchenvertreter die friedliche Nutzung der Kernenergie aufgrund von ethischen Überlegungen für verantwortbar halten. Eine Mehrheit von 52% stimmte dieser Aussage zu bzw. eher zu, während 44% ablehnend oder eher ablehnend antworteten; 4% äusserten keine Meinung. Weiter glauben 55% der Befragten, dass die Kernenergie zur Verminderung der CO2-Problematik beiträgt. Ebenfalls eine Mehrheit von 54% ist überzeugt, dass radioaktive Abfälle in der Schweiz sicher gelagert werden können. Schliesslich glauben rund drei Viertel der Kirchenvertreter, dass die Schweiz in einen Versorgungsengpass geraten wird und die deshalb drohende Stromlücke konkrete Massnahmen verlangt. Zustimmung zu neuen Investitionen ungewiss Investitionen in die Kernenergie zur Schliessung der Versorgungslücke werden von 42% der Befragten befürwortet, 4% haben sich dazu noch keine Meinung gebildet. Der Ersatzbau von bestehenden Kraftwerken erhält 47% Zustimmung, 49% sind dagegen, während 4% keine Meinung äusserten. Zum Zeitpunkt der Befragung hätten zudem 55% gegen ein neues Kernkraftwerk gestimmt, 37% wären dafür und 8% wären noch unentschlossen gewesen. Stefan Burkhard, Präsident der ACE und selber Pfarrer, würdigt das Ergebnis der Umfrage folgendermassen: „Meine Kolleginnen und Kollegen anerkennen, dass Handlungsbedarf besteht. Es freut mich zudem, dass eine Mehrheit die Auffassung der ACE teilt, die Kernenergie sei ethisch verantwortbar.“ Welche Technologien am Ende Zustimmung finden und zur Deckung des Strombedarfs beitragen würden, sei noch offen. Für die Arbeitsgruppe sei wichtig, dass ethische Überlegungen in jedem Fall miteinbezogen würden. Weitere Informationen finden Sie hier...
Standortvorschläge für Tiefenlager sind bekannt11. November 2008 Am 6. November 2008 stellte das Bundesamt für Energie zusammen mit der Nagra mögliche Standorte für ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle vor. Für das Lager für hochaktive Abfälle werden die Gebiete Zürcher Weinland, Nördlich Lägeren und Bözberg vorgeschlagen, in denen das bevorzugte Wirtgestein – der Opalinuston – in geeigneter Ausdehnung und Tiefenlage vorkommt (vgl. Bild 1). Für die schwach- und mittelaktiven Abfälle kommen – neben den drei bereits oben genannten – die Gebiete Südranden, Jura-Südfuss sowie Wellenberg in Frage (vgl. Bild 2). Die Auswahl dieser Standorte erfolgte anhand des im Sachplan erarbeiteten Prozesses. Das Kriterium Sicherheit stand bei allen Vorschlägen an erster Stelle.
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